überhaupt gehören. Er kann sich sehen lassen neben Cruikshank und Dore. Und dieser Mann hat sich hingesetzt und jetzt den „Don Quichote" noch einmal illustriert, mit der Feder statt mit dem Pinsel - jetzt zu haben, ihr Sammler, in allen Buchhandlungen!

Es wurden Reden gehalten bei der Eröffnung, und es wurde versprochen. Einfluß auf unsere gegenwärtige Buchproduktion nehmen zu wollen. Das wäre doch schön, nicht wahr? Wenn sich's nur machen ließe! Zum Beispiel könnte man die Frage erörtern, ob es möglich ist, für besonders wichtige Bücher ein besonders schönes Papier zu beschaffen; oder ob es nötig und möglich ist, unseren sich immer mehr abnutzenden Schriftbestand zu er­neuern; oder ob ein wissenschaftliches Werk schöner wird, wenn man's mit goldenen Ornamenten verziert - und seien es auch sinnvollerweise solche aus Reißschienchen, Hämmerchen und Lorbeerblättern; oder ob man bei der Entlohnung im grafischen Gewerbe nicht doch mehr als bisher auf die Qualität als auf die Quantität sehen müßte oder ob Menzel wirklich das Non plus ultra (Unüberbietbare - d. Red.) aller Buchillustration ist; oder ob aus Gründen der Rationalisierung auf mein Auge und mein natürliches Schönheitsempfinden überhaupt keine Rücksicht mehr genommen zu werden braucht; oder ob die Deutschen in der zweiten Hälfte des neun­zehnten Jahrhunderts wirklich so realistisch waren, wie sie getan haben; oder ob man dem soliden deutschen Zeitgenossen nicht doch eine gute französische Broschüre schmackhaft machen kann, statt eines schlechten Halbleinenbandes; oder ob - na, also jetzt langt's. Wir werden ja sehen. -Bis dahin! - -

Werner Klemke

Meine Lieblingsbeschäftigung: In Büchern stöbern!

Karl Marx

Ohne Bücher würde ich bald verrückt werden oder eingehen.

Mirabeau


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