kaufte 1636 der Earl von Arunde], und so kann man sie denn auch heute in der Royal Society in London wiederfinden.

Sein Exlibris zeichnete sein Freund Dürer. Pirckheimer ließ darauf seinen Wahlspruch anbringen: „Sibi et amicis" - „Für sich und seine Freunde". Und mit diesem Leitwort tritt auch die junge Pirckheimer-Gesellschaft ins Leben.

So hat die Gesellschaft zur Gründungsfeier eine kleine Ausstellung von schön ausgestatteten alten und neuen Don-Quichote-Ausgaben eröffnet, die in der Karl-Marx-Buchhandlung in der Berliner Stalinallee zu sehen war. Sie war aus den Privatsammlungen einiger weniger Sammler zusammen­gestellt. Da sind die schönen, kleinen Oktavausgaben des 17. und 18. Jahr­hunderts - die vielbändigen - mit der großen und deutlichen Schrift. Dinge, an die wir mit Wehmut denken, wenn wir mit unseren modernen, viel zu schweren und unhandlichen Büchern im Bett liegen; die uns die Hände erlahmen lassen, die uns mit ihrer kleinen, zarten, grauen Schrift die Augen flimmern machen und die uns noch verleiden werden, weiterhin im Bette zu lesen. Da sind die Ausgaben mit den schönen kleinen Küpferchen von dem braven Colin, von dem fleißigen Chodowiecki, von Coypel, dem erfolgreichen Hofmaler und Akademiedirektor, von Wainwright dem Bösewicht, der eine reiche Verwandte vergiften wollte und deshalb auf einer Verbrecherinsel endete. Da ist George Cruikshank, der bereits als Achtjähriger bei Vätern mitzeichnen durfte und dem mit achtzig Jahren der Tod den Stift aus der Hand nahm. Da ist Dore, das Wunderkind, der glänzende, geistreiche Franzose und Salonlöwe mit der großen, unpraktischen, aber wunderschönen Folioausgabe. Da ist. Hermann Paul mit einem schönen, aber ungenießbaren Luxusdruck, und da sind heute vor allem Hegenbarth und Imre Reiner. Reiner, der Schweizer Graphiker, hat es allerdings nicht zu einer vollständigen Ausgabe gebracht. Er zeigt uns an verschiedenen Textstellen nur, wie seiner Meinung nach eine solche Ausgabe hätte aussehen können. Es ist ein Jammer, daß es bei diesem Fragment geblieben ist. Hegenbarths zweibändige Don-Quichote-Ausgabe mit den Pinselzeichnungen erschien im Jahre 1951 und ist seit langem völlig vergriffen. Und siehe da, wenn man einmal so die wichtigsten Don-Quichote-Illustrationen zusammengestellt hat, erkennt man, daß die Hegenbarthschen Zeichnungen mit zu den bedeutendsten zu diesem Thema


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